Grundsätzlich können bestimmte ehemalige Heizöllagertanks – beispielsweise geeignete Stahl Erdtanks – nach entsprechender Prüfung und fachgerechter Umrüstung für die Speicherung von Regenwasser genutzt werden. Kunststoff-Batterietanks sind hierfür in der Regel nicht geeignet.
Ob ein vorhandener Heizöltank tatsächlich für die zukünftige Nutzung als Regenwasserbehälter geeignet ist, hängt unter anderem von der Bauart, dem Zustand des Tanks, der bisherigen Nutzung und der geplanten Verwendung des Regenwassers ab.
Wir empfehlen, diese Möglichkeit bereits im Rahmen der Heizöltankstilllegung prüfen zu lassen.
Warum reicht eine gründliche Reinigung des alten Heizöltanks nicht aus?
Ein ehemaliger Heizöltank wurde über viele Jahre zur Lagerung von Heizöl verwendet. Auch nach einer fachgerechten Reinigung können sich in kleinsten Fugen, Ritzen, Poren, Schweißnähten oder schwer zugänglichen Bereichen noch geringe Rückstände befinden.
Insbesondere bei älteren Tanks lässt sich nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen, dass sich nach der Reinigung später noch geringe Mengen von Heizölrückständen lösen.
Wird anschließend Regenwasser direkt in den ehemaligen Heizöltank eingeleitet, besteht daher das Risiko, dass dieses Wasser durch verbliebene Heizölrückstände beeinträchtigt wird.
Das ist insbesondere dann problematisch, wenn das Regenwasser später beispielsweise zur Gartenbewässerung, für die Toilettenspülung oder für andere Zwecke verwendet werden soll.
Warum empfehlen wir eine neue Kunststofftank-Innenhülle?
Eine Möglichkeit besteht darin, den geeigneten ehemaligen Heizöltank mit einer neuen, für die Regenwassernutzung geeigneten Kunststofftank-Innenhülle auszustatten.
Die neue Innenhülle bildet dabei eine zusätzliche Trennung zwischen dem ehemaligen Heizöltank und dem künftig gespeicherten Regenwasser.
Der alte Tank übernimmt dabei weiterhin die Funktion des äußeren Behälters. Die neue Innenhülle stellt den eigentlichen Speicherraum für das Regenwasser dar.
Je nach System kann die Innenhülle außerdem durch ein geeignetes Leckanzeigesystem überwacht werden. Dadurch lässt sich eine mögliche Undichtigkeit der Rückhalteeinrichtung frühzeitig erkennen.
Welche Vorteile bietet der Umbau?
Durch die Umrüstung kann ein vorhandener Tank unter bestimmten Voraussetzungen weiter genutzt werden, anstatt ihn vollständig auszubauen und zu entsorgen.
Mögliche Vorteile sind:
• vorhandenes Tankvolumen kann weiter genutzt werden,
• kein vollständiger Ausbau des Erdtanks erforderlich,
• geringerer Eingriff in Außenanlagen und Grundstück,
• vorhandener unterirdischer Speicherraum bleibt erhalten,
• zusätzliche Trennung zwischen ehemaligem Heizöltank und Regenwasser,
• Überwachung der neuen Innenhülle kann je nach System möglich sein,
• sinnvolle Weiterverwendung eines ansonsten nicht mehr benötigten Heizöltanks.
Was passiert mit der alten Heizöl-Innenhülle?
Wenn der bisherige Tank bereits mit einer Kunststoff-Innenhülle für Heizöl ausgestattet war, ist diese Innenhülle für die anschließende Regenwassernutzung nicht automatisch geeignet.
Auch die bisherige Innenhülle wurde über Jahre mit Heizöl in Kontakt gebracht. Deshalb empfehlen wir, für die neue Nutzung eine neue, für den vorgesehenen Verwendungszweck geeignete Innenhülle einzubauen.
Damit wird das Regenwasser nicht unmittelbar mit den zuvor zur Heizöllagerung verwendeten Oberflächen in Kontakt gebracht.
Ist das Regenwasser danach automatisch Trinkwasser?
Nein.
Die Nutzung als Regenwasserspeicher bedeutet nicht, dass das gespeicherte Wasser Trinkwasserqualität besitzt oder als Trinkwasser verwendet werden darf.
Die Qualität des Regenwassers hängt unter anderem von der Dachfläche, der Dachbeschaffenheit, der Regenwasserführung, der Filterung, der Reinigung und der Lagerung ab.
Eine solche Anlage ist daher grundsätzlich als Regenwassernutzungsanlage zu betrachten. Für die Nutzung des Wassers gelten je nach Verwendungszweck entsprechende hygienische und technische Anforderungen.
Für Anwendungen wie Gartenbewässerung oder – sofern die technischen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind – Toilettenspülung kann eine solche Lösung interessant sein.
Unser Tipp: Heizöltank nicht vorschnell verfüllen oder ausbauen
Wenn ein alter Erdtank stillgelegt werden soll und auf dem Grundstück weiterhin Bedarf an Regenwasserspeicherung besteht, sollte vor der endgültigen Entsorgung geprüft werden, ob eine Umrüstung technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Wir können den vorhandenen Tank zunächst beurteilen und gemeinsam mit Ihnen prüfen, ob eine Nutzung als Regenwasserspeicher mit einer geeigneten neuen Kunststofftank-Innenhülle infrage kommt.
So kann aus einem nicht mehr benötigten Heizöltank unter geeigneten Voraussetzungen ein weiterhin nutzbarer unterirdischer Regenwasserspeicher werden.
Kann jeder alte Heizöltank zum Regenwasserspeicher umgebaut werden?
Nein, nicht jeder alte Heizöltank eignet sich automatisch für eine Umrüstung zum Regenwasserspeicher.
Ob ein vorhandener Heizöltank weiter als Wasserbehälter genutzt werden kann, muss zunächst anhand der Tankbauart, des Zustands, der bisherigen Nutzung, der Einbausituation und des geplanten Verwendungszwecks geprüft werden.
Insbesondere bei älteren Erdtanks kann eine Umrüstung eine interessante Alternative zur vollständigen Entsorgung sein. Bei Kunststoff-Batterietanks ist eine solche Umnutzung dagegen in der Regel nicht die von uns empfohlene Lösung.
Was prüfen wir vor einer Umrüstung?
Vor der Umrüstung sollte unter anderem geprüft werden:
• Aus welchem Material besteht der Tank?
• Welche Tankbauart liegt vor?
• Wie alt ist der Tank?
• In welchem Zustand befinden sich Tank und Tankwände?
• Wurde der Tank bisher ausschließlich zur Heizöllagerung verwendet?
• Ist der Tank noch ausreichend stabil und dauerhaft für die weitere Nutzung geeignet?
• Wie wurde der Tank bisher überwacht?
• Welche Art von Regenwasser soll künftig gespeichert werden?
• Für welche Zwecke soll das Regenwasser verwendet werden?
• Ist eine geeignete Innenhülle für die geplante Nutzung verfügbar?
• Wie kann die Befüllung, Entnahme und Entlüftung technisch umgesetzt werden?
Erst wenn diese Fragen geklärt sind, lässt sich beurteilen, ob eine Umrüstung technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Warum ist die bisherige Nutzung als Heizöltank wichtig?
Ein ehemaliger Heizöltank hat über viele Jahre Heizöl gelagert. Selbst bei einer fachgerechten Reinigung kann nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, dass sich in kleinsten Fugen, Ritzen, Poren, Schweißnähten oder anderen schwer zugänglichen Bereichen noch Rückstände befinden.
Deshalb sollte ein ehemaliger Heizöltank nicht einfach gereinigt und anschließend ohne weitere Maßnahmen als Regenwasserspeicher verwendet werden.
Eine geeignete neue Kunststofftank-Innenhülle kann hier eine zusätzliche Trennung zwischen dem ehemaligen Heizöltank und dem künftig gespeicherten Regenwasser schaffen.
Welche Vorteile kann die Umrüstung eines geeigneten Erdtanks haben?
Wenn ein vorhandener Tank technisch geeignet ist, kann seine Weiterverwendung verschiedene Vorteile bieten:
• Das vorhandene Tankvolumen bleibt erhalten.
• Der aufwendige Ausbau eines unterirdischen Tanks kann unter Umständen vermieden werden.
• Außenanlagen, Grundstück und gegebenenfalls vorhandene Wege müssen nicht vollständig geöffnet werden.
• Der vorhandene unterirdische Speicherraum wird sinnvoll weitergenutzt.
• Eine geeignete neue Innenhülle kann die früher zur Heizöllagerung verwendeten Tankoberflächen vom Regenwasser trennen.
• Je nach gewähltem System kann eine Überwachung der Innenhülle möglich sein.
• Aus einem nicht mehr benötigten Heizöltank kann ein zusätzlicher Regenwasserspeicher entstehen.
Wann ist eine Umrüstung eher nicht sinnvoll?
Eine Umrüstung kann beispielsweise dann nicht sinnvoll sein, wenn der vorhandene Tank erhebliche Schäden aufweist, die Tankkonstruktion für die geplante Nutzung nicht geeignet ist oder sich eine technisch geeignete Innenhülle nicht sinnvoll installieren lässt.
Auch die Kosten sollten berücksichtigt werden. Nicht in jedem Fall ist die Umrüstung wirtschaftlicher als der Ausbau und die Neuinstallation eines modernen Regenwasserspeichers.
Deshalb betrachten wir nicht nur den Tank selbst, sondern die gesamte Situation.
Was passiert mit der alten Tanktechnik?
Bei der Umrüstung eines ehemaligen Heizöltanks müssen die nicht mehr benötigten Komponenten der Heizöllageranlage fachgerecht stillgelegt und – soweit erforderlich – demontiert werden.
Dazu können beispielsweise gehören:
• Heizölleitungen,
• Füllleitungen,
• Entlüftungsleitungen,
• Tankarmaturen,
• Grenzwertgeber,
• Leckanzeigetechnik und
• weitere nicht mehr benötigte Komponenten.
Welche Bauteile entfernt, angepasst oder weiterverwendet werden können, hängt von der konkreten Anlage und der geplanten Regenwassernutzung ab.
Unser Tipp
Wenn Sie einen alten Heizöltank stilllegen möchten, sollten Sie ihn nicht vorschnell ausbauen und entsorgen lassen, wenn auf Ihrem Grundstück gleichzeitig ein Regenwasserspeicher benötigt wird.
Lassen Sie zunächst prüfen, ob der vorhandene Tank für eine Umrüstung geeignet ist.
Unter geeigneten Voraussetzungen kann die Umrüstung eine interessante Möglichkeit sein, vorhandenen unterirdischen Tankraum weiter zu nutzen und gleichzeitig zusätzlichen Speicher für Regenwasser zu schaffen.
Wir prüfen gerne, ob eine solche Lösung bei Ihrer Tankanlage technisch und wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden kann.